Allgemein · Motivation

Zu wissen, dass wir alle einmal sterben, ist doch irgendwie beruhigend.

…Ich habe lange gezögert, diesen Titel zu nehmen, da er doch provokativ wirken kann. Und ich will auch niemanden verletzen, der gerade einen geliebten Menschen verloren hat oder verlieren wird. Aber in diesem Blog geht es nicht um den Tod und den Schmerz, den man empfindet, es geht viel mehr um das eigene Leben und wie wir es leben. Lies einfach einmal weiter, dann weisst Du wie ich es meine.

Wir werden einmal sterben.

Das ist ein Fakt. Die wenigsten haben sich aber wirklich schon einmal damit auseinandergesetzt, was doch wirklich schade ist. Wir werden sterben – dagegen können wir nichts tun, in keine Zeitmaschine steigen und keine Uhrzeiger zurückstellen. Wir können höchstens äusserlich gegen das Altern ankämpfen, wobei die Endresultate doch meistens eher so mittelgut sind. Aber das sei so dahingestellt. Und das ist jetzt auch nicht die Thematik des Blogs 😉

Und versteht mich nicht falsch, es ist herzzerreissend wenn ein geliebter Mensch von uns geht. Egal wann, egal wie und egal weshalb. Aber um dieses Thema geht es heute auch nicht – es geht um den ganz eigenen Tod.

Hast Du schon mal darüber nachgedacht?

Sagen wir, du stirbst in ein paar Jahren – oder nein, lassen wirs so: Du stirbst mit 80. Was würde dein 80-jähriges-Ich über dein heutiges-Ich denken? Wäre er oder sie zufrieden mit dem Leben wie du es heute lebst oder würde er dir liebevoll auf die Schulter klopfen und sagen, dass du vielleicht doch in eine andere Richtung gehen solltest. Ooooder würde er dich anschauen und… dir eine geben?

(Btw. Ich nehme die Männerform nur, weil es einfacher ist, als immer er / sie zu schreiben. Hat also nichts im Geringsten mit Diskriminierung zu tun 😄 )

Prioritäten setzen

Ich finde es spannend über die Frage nachzudenken. Versteht mich nicht falsch, ich liebe mein Leben und bin froh dass ich es habe. Ich finde dennoch, dass es eine berechtigte Frage ist. Es zwingt einem über das Heute nachzudenken. An was sollen sich die Menschen erinnern, wenn du dann mal das Zeitliche gesegnet hast? Was machst Du heute dafür dass die Menschen dann tatsächlich so über dich reden? Träumst du nur davon oder arbeitest du wirklich daran?

Sich diese Fragen zu stellen, ist nicht immer angenehm. Im schlimmsten Fall stellst Du fest, dass Du in eine ganz andere Richtung gehst, wie Du eigentlich immer wolltest. Im besten Fall kannst Du dir imaginär oder wirklich auf die Schulter klopfen und froh sein, dass du in die Richtung gehst. So oder so, sich diese Fragen zu stellen zwingt dich über den Status quo, Dein Jetzt nachzudenken. Und wenn du weisst, was dir wirklich wichtig ist, dann geh die Schritte in diese Richtung auch wenn es noch so abwägig ist im Moment. Aber was Du nicht tun solltest, ist das Leben von anderen Leben, nur weil du denkst es wird von dir erwartet. Du musst wissen, was dir wichtig ist und was dein Herz höher schlagen lässt. Natürlich ist das Leben nicht immer ein Ponyhof oder ein Feenwald lauter Einhörner und manchmal muss man auch eine zeitlang (achtung hässliches Wort kommt) Scheisse essen. Diese Zeiten gibt es – aber wenn du weisst wofür du es machst, dann machst Du es. Frisst du aber jetzt die scheisse für etwas, für das dein Herz nicht schlägt, es einfach machst, weil alle das so machen oder du denkst, dass andere denken könnten, Du seist ein Versager, wenn Du es nicht tätest.… Ja dann: gute Nacht. Sag das jetzt deinem 80 Jahre altem Ich – und schau wie er dich anschaut. Sieht er glücklich aus? Ich denke nicht. Ja, vielleicht klatscht er dir auch eine.

Es muss ja nicht von heute auf morgen sein

Wenn Du jetzt feststellst, dass du eigentlich nichts oder wenige Dinge machst, die eigentlich dein Leben SINNvoll machen, ja dann solltest Du den Mut haben, es zu ändern. Ich sag jetzt nicht, dass du Hals über Kopf dein Leben ändern musst und ab morgen auswandern und dich von Pilzsammeln auf Costa Rica über Wasser halten solltest 😄 Erstens weil ich nicht weiss, ob man Pilze in Costa Rica sammeln kann (mir ist gerade kein anderes Beispiel in den Sinn gekommen – warum ich Pilze und Costa Rica aber in einem Kontext bringe, ist mir selber noch schleierhaft 😀) und zweitens, weil du klein anfangen solltest. Das Endziel vor Augen zu haben ist wichtig. Dann aber mit kleinen (manchmal auch steinigen und mühsamen) Schritten in die für dich richtige Richtung gehen. Manchmal ergeben sich auf dem Weg dorthin auch neue Pfade, die dein Endziel ein bisschen anpassen oder erweitern.

Aber wie Du siehst, fängt alles wieder beim Gleichen an: ein Hoch auf die Selbstreflexion – du selbst musst wissen, was Dir wichtig ist und was Dir Sinn in deinem Leben gibt. Es ist dabei vollkommen Wurst ob andere Menschen, das verstehen oder Dich verurteilen dafür. Wenn sie über Dich urteilen, sagt das im Übrigen viel mehr über sie als über dich aus.

In diesem Sinne…

… schliesse ich den Blog wieder einmal mit einem berühmten Zitat von Dalai Lama:“Happiness is not something ready made. It comes from your own actions”.

Eure Irina

 

 

 

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