Allgemein · Motivation

Sag mal, wie machst Du das eigentlich? – Ein Rückblick

Ich lese meine alten Blogbeiträge immer noch einmal durch bevor ich sie erneut poste. Und ich muss sagen: von dem untenstehnden Beitrag bin ich selber ein bisschen überrascht. Wieso? Weil ich mich frage, wie ich das echt alles unter einen Hut bekommen habe. Schlussendlich muss ich den altbekannten Spruch auf den Tisch packen: „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“. Klingt irgendwie plump, aber es ist die Wahrheit. Wenn Du BFF mit Deinem Willen bist, dann kriegst Du es hin und findest die Zeit dafür, egal was es auch ist.

Und wie siehts heute – nach dem Wettkampf – aus? Ich muss ehrlich sagen, heute fühle ich mich teilweise schon überfordert wenn ich am Vorabend mein Essen vorkochen muss 😛 … Viel Spass beim (allenfalls erneuten) Lesen und bei Anmerkungen oder Fragen könnt ihr gerne auf mich zukommen :-*

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„Ich werde immer wieder von diversen Personen gefragt, wie ich Studium, Arbeiten und Training unter einen Hut bekomme. Ich sage dann immer, wenn es nur diese drei Dinge wären, dann wäre das ja ganz schön. Denn es kommt noch ein bisschen mehr dazu. Ich bin:

  • eine Vollzeitstudentin (hoffentlich bald nicht mehr – im September sollte es vorbei sein :-))
  • arbeite nebenher noch zwischen 20 – 50 %
  • wohne nicht mehr zu Hause, d.h. es muss gewaschen, eingekauft, geputzt werden -.-
  • trainiere 5-6x in der Woche
  • koche jeden Tag mein Essen vor
  • habe einen Freund
  • und es ist kaum zu glauben: ich habe sogar noch ganz tolle Freunde

Ich werde aber oft gefragt, wie ich das alles hinkriege und dann überlege ich mir immer: ja, wie schaffe ich das eigentlich?

Struktur

Es ist gar nicht so schwierig, es benötigt nur ein bisschen Struktur. Okay, vielleicht nicht ein bisschen, sondern sehr viel.
Für jeden Tag gibt eine To Do Liste und Termine (mit meinen Freunden) muss ich halt schon ziemlich viel früher einplanen.
Ich denke aber nicht, dass ich da etwas Spezielles bin. Ich denke, dass jeder, der sich coachen lässt und ambitioniert ist, ähnliches durchmacht. Daher würde ich mich nicht als speziell anders bezeichnen. Man sollte sich auch nicht mit den „Fitnessstars“ vergleichen, die viel am Reisen sind, den ganzen Tag trainieren und sich nur in den besten Bildern ablichten. So bekommt das eigene Leben einen ziemlichen faden Beigeschmack. ABER so ist es halt: 99 % sind nicht berühmt, arbeiten neben her viel und müssen alles selber machen. (Aber hierzu mache ich wohl mal einen separaten Blogeintrag ;-))

Was will ich?

Man sollte sich einfach bewusst werden: was will ich? Wenn man zufrieden ist mit dem was man hat, ist das doch völlig in Ordnung und es muss sich auch nicht jeder mit Makros und Trainingssplits auseinandersetzten.

Aber wenn Du Dir am Überlegen bist, ob Du Dich für einen Wettkampf coachen möchtest, musst Du Dir einfach bewusst sein, dass es zu einer grösseren Veränderung in Deinem Leben kommt. Nicht nur für Dich, sondern auch für Dein Umfeld.  Im Vordergrund stehen momentan mein Körper, mein Training und meine Gesundheit. Alles andere kommt zwangsläufig danach – und das musst Du Dir bewusst sein.

Ich kann nicht auf jeder Party mittanzen, da mein Körper die Ruhe benötigt. „Chillen“ ist sehr selten geworden, denn der Wochentag ist bei mir von 6 Uhr morgens bis 10 Uhr abends durchgeplant.

Am Wochenende gibt’s ein bisschen Pufferzeit wo ich einfach einmal nichts tun kann, dennoch brauche auch ich da einiges an Vorbereitung. Ich muss trotz allem vorkochen, trainieren etc.

Daher musst Du Dir gut überlegen, ob Du diese Änderung gerne auf Dich nimmst – es klingt jetzt nicht nach viel. Aber wenn Du für eine gewisse Zeit immer das Training und das Kochen in den Vordergrund stellst und oft sagen musst: „Sorry ich kann nicht, ich muss ins Gym“, dann wirst Du das früher oder später schon merken.

Es lohnt sich!

Für mich lohnt es sich allemal. In diesem Jahr seit ich gecoacht werde, habe ich viel gelernt. Viel gelernt über mich selber, meinen Körper und Menschen, die mein Leben begleiten. Es ist unglaublich spannend, was Dein Körper leisten kann, wenn Du ihm das gibst was er braucht und das zur richtigen Zeit. Zudem hat mir das alles viel Selbstvertrauen geschenkt, denn durch das Training und das Durchhalten, ist mir gezeigt worden, dass ich im Leben vieles schaffen kann… wenn man nur nicht aufgibt. Meine schulischen Noten sind besser geworden, ich fühle mich ausgeglichener und bin sehr positiv gestimmt, was zukünftig noch kommen wird. Vorher war ich eher ängstlich, traute mich teils Dinge nicht zu machen, denn ich hatte Angst vor dem Versagen. Durch das Training habe ich immer wieder tolle Erfolgserlebnisse gehabt, die mich nicht nur im Training, sondern persönlich gestärkt haben.

Wie mein Umfeld reagierte…

Ich habe von Anfang an auch alle meine Freunde eingeweiht, was meine Pläne sind und nehme sie seit dem mit auf meinem Weg. Sie denken alle ich bin nicht ganz dicht (ja das stimmt auch ein bisschen ;-)), aber das Wichtigste ist, dass sie hinter mir stehen und einfach da sind.

Meine Familie war anfangs sehr besorgt, da sie sich mit dem Thema auch nicht auskennen und vor allem die schlechten Seiten des Krafttrainings kannten. Mittlerweile unterstützen sie mich wo sie können und freuen sich mit mir mit, wenn ich wieder eine neue Ader entdeckt habe oder ich einen grösseren Bizeps bekommen habe ;-)(okay, mein Vater findet es M E G A hässlich. Das sagt er mir auch, aber er sagt auch, dass er stolz auf mich ist und das zääählt für mich :-))

Wenn Du Dich in einer Beziehung befindest, kann das auch zu einer grossen Veränderung kommen. Sind wir mal ehrlich: Auch Trennungen sind des Öfteren die Folge. Das ist traurig, aber wahr. Denn es ist für jemanden schwierig, nachzuvollziehen was Du durchmachst, wenn der Partner oder die Partnerin nichts mit Krafttraining, Ernährung etc. zu tun hat und sich überhaupt nicht dafür interessiert. Ich würde schon von Anfang an, mit deinem Partner und Deiner Partnerin sprechen und so gut es geht miteinbeziehen.

Zum Schluss…

Wie ich das also alles schaffe? Mit Disziplin, Struktur, einem tollen Umfeld und ganz viel Herzblut für den Sport. Letzteres ist unglaublich wichtig, wenn Du es wirklich willst, dann wirst Du Wege finden. Auch Du kannst es schaffen!“

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